Günstig kochen für die Woche: Essensplan für 2 Personen unter 40 Euro
Aktualisiert am 4. Juli 2026
Wenn du beim Essen sparen willst, bringt dir der hundertste Spartipp wenig. Was du brauchst, ist ein konkreter Plan: Welche Gerichte kosten wirklich wenig, wie sieht eine ganze Woche damit aus, und wo versteckt sich das Geld, das du gerade noch verlierst? Genau das bekommst du hier: einen Beispiel-Wochenplan für 2 Personen unter 40 Euro, 10 günstige Gerichte mit ungefährem Preis pro Portion und die drei Spar-Taktiken, die im Alltag am meisten bringen.
Warum ein Essensplan der beste Spartipp ist
Teuer wird Essen selten durch die geplanten Gerichte. Teuer wird es durch alles, was ungeplant passiert: der Spontankauf im Supermarkt, der Lieferdienst am Abend ohne Idee, das Gemüse, das im Kühlschrank vergammelt, weil kein Gericht darauf gewartet hat. Ein Wochenplan schaltet genau diese Kostenfallen aus. Du kaufst einmal gezielt ein, verwertest alles, was du kaufst, und weißt vorher ungefähr, was die Woche kostet. Wie du so einen Plan grundsätzlich aufbaust, zeigt dir unser Ratgeber Was koche ich diese Woche? in 5 Schritten. Hier geht es jetzt um die Budget-Version davon.
Beispiel-Wochenplan: 2 Personen, unter 40 Euro
So kann eine komplette Woche Abendessen für zwei Personen aussehen. Alle Preise sind grobe Schätzungen für Standardzutaten aus dem Discounter, je nach Region, Supermarkt und Angeboten kann es etwas darüber oder darunter liegen. Die Summe der Gerichte liegt bei ungefähr 30 Euro, mit einem Puffer von rund 10 Euro für Grundzutaten wie Öl, Gewürze und Mehl bleibst du unter 40 Euro.
| Tag | Gericht | Kosten (ca., 2 Portionen) |
|---|---|---|
| Montag | Linsensuppe (großer Topf, Reste als Mittagessen für Dienstag) | ca. 4,00 € |
| Dienstag | Kartoffelpuffer mit Apfelmus | ca. 4,00 € |
| Mittwoch | Weißkohleintopf (doppelte Menge kochen) | ca. 5,50 € |
| Donnerstag | Reste vom Weißkohleintopf, aufgewärmt | ca. 0 € |
| Freitag | Herzhaft gefüllte Pfannkuchen | ca. 4,50 € |
| Samstag | Soljanka mit Brot | ca. 6,50 € |
| Sonntag | Semmelknödel mit Pilzrahmsoße | ca. 5,00 € |
Der Trick an diesem Plan: Er hat einen eingebauten Reste-Tag. Der Mittwoch kocht den Donnerstag gleich mit, das spart nicht nur Geld, sondern auch einen kompletten Kochabend. Und kein Gericht braucht teure Spezialzutaten, alles basiert auf Kartoffeln, Kohl, Hülsenfrüchten, Eiern und Mehl.
10 günstige Gerichte mit ca.-Preis pro Portion
Damit du den Plan nach deinem Geschmack umbauen kannst, hier 10 Gerichte, die satt machen und wenig kosten. Alle Preise pro Portion sind ungefähre Schätzungen auf Discounter-Basis, keine Garantiewerte.
- Kartoffelpuffer mit Apfelmus (ca. 1,00 € pro Portion): Kartoffeln, Zwiebel, Ei und
Mehl, mehr braucht es nicht. Wer es herzhaft mag, nimmt Kräuterquark statt Apfelmus.
- Weißkohleintopf (ca. 1,20 € pro Portion): Ein halber Kohlkopf kostet wenig und
füllt einen großen Topf. Vegan, deftig und mit Portionen für zwei Tage.
- Linsensuppe (ca. 1,30 € pro Portion): Tellerlinsen gehören zu den günstigsten Sattmachern überhaupt. Die Suppe hält sich drei Tage im Kühlschrank, ein Kochabend deckt also gleich mehrere Mahlzeiten ab.
- Gebratener Reis mit Ei und Erbsen (ca. 1,20 € pro Portion): Das beste Ziel für Reste-Reis vom Vortag, der in der heißen Pfanne sogar besser wird als frisch gekochter. Mit Ei und TK-Erbsen eine komplette Mahlzeit für kleines Geld.
- Kartoffelsuppe (ca. 1,20 € pro Portion): Ein großer Topf aus Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln kostet wenig und hält sich zwei bis drei Tage. Mit Croutons oder Würstchen schmeckt jeder Tag etwas anders.
- Herzhaft gefüllte Pfannkuchen (ca. 1,50 € pro Portion): Der Budget-Klassiker aus
Mehl, Milch und Eiern. Die Füllung richtet sich nach Vorratslage: Käse, Champignons oder das, was im
Gemüsefach noch weg muss.
- Chili sin Carne (ca. 1,50 € pro Portion): Bohnen, Mais, Tomaten und Reis, alles aus Dose und Vorrat. Koch direkt die doppelte Menge und frier die Hälfte portionsweise ein.
- Nudelsalat (ca. 1,50 € pro Portion): Schmeckt am zweiten Tag besser, weil das
Dressing durchzieht. Einmal eine große Schüssel anrühren, zweimal davon essen.
- Semmelknödel mit Pilzrahmsoße (ca. 1,80 € pro Portion): Verwertet altbackene
Brötchen, die sonst im Müll landen würden, und schmeckt trotzdem nach Sonntagsessen.
- Soljanka (ca. 2,00 € pro Portion): Der herzhafte Eintopf ist ein dankbares Ziel für
Wurst- und Gemüsereste und wird aufgewärmt noch intensiver.
3 Spar-Taktiken, die mehr bringen als jeder Rabatt
Günstige Gerichte sind die halbe Miete. Die andere Hälfte entscheidet sich beim Einkaufen und beim Umgang mit dem, was du schon hast. Diese drei Taktiken kosten dich zusammen keine zehn Minuten pro Woche.
Saisonal kaufen statt Wunschzettel abarbeiten
Gemüse, das gerade Saison hat, ist fast immer deutlich günstiger als Importware außerhalb der Saison, und es schmeckt besser. Im Winter heißt das Kohl, Wurzelgemüse und Lauch, im Sommer Zucchini, Tomaten und Salate. Praktisch umgesetzt: Plane deine Woche nicht mit festen Wunschzutaten, sondern schau zuerst, was gerade günstig ist, und wähle die Gerichte danach aus. Der Weißkohleintopf aus dem Plan oben ist genau so ein Kandidat, im Herbst und Winter grob geschätzt kaum zu schlagen.
Reste als festen Termin einplanen
Reste sind kein Zufallsprodukt, sondern ein Planungswerkzeug. Koch bei Eintöpfen, Aufläufen und Currys bewusst die doppelte Menge und trag den Folgetag als Reste-Tag in den Plan ein. Das halbiert die Kosten dieser beiden Tage und spart dir einen Kochabend. Im Beispiel-Wochenplan oben macht genau das den Donnerstag zum günstigsten Tag der Woche: ungefähr 0 Euro, weil der Mittwoch schon alles erledigt hat.
Vorratsabgleich vor jedem Einkauf
Der teuerste Einkauf ist der, bei dem du kaufst, was du schon hast. Bevor du die Einkaufsliste schreibst, wirf zwei Minuten einen Blick in Vorratsschrank, Kühlschrank und Gefrierfach: Welche Nudeln, welcher Reis, welche Dosen sind noch da, was muss weg? Streich alles davon von der Liste und bau Gerichte um das herum, was aufgebraucht werden muss. Gefüllte Pfannkuchen und gebratener Reis sind dafür perfekt, beide verwerten fast alles, was das Gemüsefach hergibt. Eine ausführliche Anleitung, wie du deinen Plan um Vorrat und Alltag herum baust, findest du im Ratgeber Essensplan erstellen.
Kosten im Blick behalten, ohne Excel-Tabelle
Der Punkt, an dem die meisten Budget-Wochenpläne scheitern, ist nicht die Planung, sondern die Kontrolle: Niemand hat Lust, nach jedem Einkauf Kassenbons in eine Tabelle zu tippen. Genau dafür gibt es Frischo, eine Essensplaner-App für Android. Du legst dein Wochenbudget fest, und die App zeigt dir eine Kostenschätzung pro Gericht direkt im Wochenplan. Die KI schlägt dir Rezepte vor, die zu Geschmack und Budget passen, aus einem Pool von über 2.400 Rezepten. Und die automatische Einkaufsliste entsteht aus dem Plan von selbst und fasst Zutaten zusammen, damit du gezielt einkaufst statt spontan. Das Budget-Tracking ist übrigens schon in der Free-Version enthalten, die dauerhaft kostenlos bleibt.
Häufige Fragen
Wie viel kostet Kochen für 2 Personen pro Woche ungefähr?
Mit einfachen Grundzutaten und einem Wochenplan sind die Abendessen für 2 Personen grob geschätzt ab etwa 30 bis 40 Euro pro Woche machbar, wie der Beispiel-Plan oben zeigt. Die tatsächlichen Kosten hängen von Region, Supermarkt und Angeboten ab. Rechne beim ersten Mal lieber mit etwas Puffer für Grundzutaten, die du neu anschaffen musst.
Welche Lebensmittel sind am günstigsten zum Sattwerden?
Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Kohl, Reis, Nudeln, Eier und Saisongemüse sind die günstigsten Sattmacher im Supermarkt. Daraus lassen sich Eintöpfe, Pfannengerichte und Klassiker für grob geschätzt 1 bis 2 Euro pro Portion kochen, und sie lassen sich fast beliebig miteinander kombinieren.
Ist günstig kochen automatisch ungesund?
Nein, eher im Gegenteil. Linsen, Kohl, Kartoffeln und Saisongemüse gehören zu den günstigsten und zugleich nährstoffreichsten Zutaten überhaupt. Teuer wird Essen meist durch Fertigprodukte, Snacks und Spontankäufe, nicht durch gesunde Grundzutaten. Wer günstig plant, kocht oft automatisch frischer.
Wie behalte ich die Kosten beim Wochenplan im Blick?
Schätze für jedes geplante Gericht grob die Kosten und addiere sie, bevor du einkaufen gehst. Liegt die Summe über deinem Budget, tausch das teuerste Gericht gegen einen Eintopf oder einen Reste-Tag. Wenn du das nicht von Hand machen willst: In Frischo legst du ein Wochenbudget fest und bekommst die Kostenschätzung pro Gericht direkt im Plan angezeigt.
Günstig kochen, ohne selbst zu rechnen
Frischo plant die Woche passend zu deinem Budget, schätzt die Kosten pro Gericht und schreibt die Einkaufsliste. Die App erscheint bald für Android: sichere dir die Launch-Info und erfahre es als Erster. Free bleibt free.
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